Sommerfest in Landau | Bad Arolsen

Wir sind schon seit geraumer Zeit im Haus am Walde im idyllischen Dorf Landau, in der Nähe von Twistesee und Bad Arolsen (40km westlich von Kassel), zugange. Dort lebt und wirkt eine lose Gemeinschaft meist jüngerer Menschen, die durch die zahlreichen Prozesse der Gemeinschaftsbildung gehen. Wir versuchen sie zu begleiten, zu inspirieren und zu untersützen, auf dem Weg zu einer Wandeloase. Wir haben mit ihnen den Gemeinschafts- und Veranstaltungsraum renoviert, das zauberhafte Gelände vom Haus am Hang, jener fast mystischen Hütte im Wäldchen, mitgestaltet und waren bei so mancher Veranstaltung einfach nur die Elders, die den Raum halten. So weit sie das zulassen können und wollen.

Da muss sich nicht nur in Landau noch einiges sortieren und klarer ausrichten. Muss aber auch nicht. Wir haben diese Zustände vielerorts entdeckt. Wir richten unser Augenmerk stets auf Orte, an denen unsere Event-Visionen angebracht, willkommen und umsetzbar wären. Da sind wir (leider) immernoch abhängig von den Platzhütenden, solange es kein eigenes Land (Reservat) für Jamilanda gibt. Und meistens fehlt Platzhütenden Vertrauen, um anderen Menschen Raum zur Entfaltung zu bieten. Zu viele schlechte Erfahrungen.

Wir sind dennoch wild entschlossen, nichts unversucht zu lassen und hoffen auf die Wunder des Großen Geheimnis, dass es eines Tages gelingt. Solange das aber noch nicht ist, experimentieren wir mit vorhandenen Orten und deren Bewohnern.

Haus am Walde und Haus am Hang. Zwei Anwesen, die miteinander verbunden sind. Von Anfang an war deutlich zu spüren, dass die meisten dort lebenden und verkehrenden Menschen grundsätzlich wohlwollend miteinander sind. Der Wunsch ist da, Gemeinschaft zu sein und sich miteinander etwas vorzunehmen, sich zu einer Wandeloase zu entwickeln. Die Einsicht ist da, dass in diesen Zeiten nur Stämme überleben können. Der Weg ist holprig. Erfordert viel Geduld und Behutsamkeit. Und wir lernen dabei wie die junge Generation tickt, wie sich unsere spirituellen und sozialen Errungenschaften in ihnen weiterentwickelt haben. Wir sehen aber auch all die Störungen, die das Verhältnis der Generationen schwierig gestalten.

Beeindruckend war und ist, wie viele begnadete Musiker und Muskerinnen sich im Haus am Walde treffen. Für mich als Musiker eine Wonne mit enormer Anziehungskraft. So verschieden Menschen sind und denken: In der Musik finden sie zusammen und sprechen eine Sprache, verschmelzen in einer gemeinsamen Melodie.

Am 5. Juli 2025 wurden wir auf das dortige Sommerfest eingeladen. Das erste Mal haben wir unseren Lebenskreis Jamilanda Stand mit unserem bunten Sortiment aufgebaut. Naturprodukte von meinem Yakshi Handel, Makramee Schmuck von Simona und allerlei andere schöne Waren. Das kam gut an, zumal wir der einzige Stand im liebevoll gestalteten Garten waren.

Seither bemühen wir uns, in solcher Weise einen Markt an den Start zu bekommen. Das läuft unter dem Namen Jamilanda-Markt oder Tribe-Market. Die größte Herausforderung ist, geeignete Plätze zu finden, auf denen sich die Vision und Magie voll entfalten kann. Denn: Es müssen private Plätze sein. Viele Feste im öffentlichen Raum knicken vor lauter Kosten und Auflagen ein. Und das, was wir gestalten wollen, passt nicht auf jeden beliebigen Markt.


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