Vorsicht Trigger!
Hä? Ja, dieser Flyer löst wohl bei jüngeren Semestern Brechreiz hervor, um es mal salopp auszudrücken. Das soll keine Verallgemeinerung sein. Das ist, was man uns erzählt hat, weshalb man diesen Flyer ablehnte. So was muss man ja (im Dialog mit der 20iger und 30iger Generation) wissen, wenn man unbekümmert seiner kreativen Ader freien Lauf lassen will. Ich denke, die meisten Menschen, die sich in irgendeiner Weise aufgeklärt fühlen, sehen in dem Flyer Kunst. Kostüm, Theater, Show und eine Botschaft. Es könnte ein Indianer sein. Es könnte auch ein Mensch sein, der zum Ausdruck bringen will, dass er sich mit dem indigenen Bewusstsein verbunden fühlt. Also, wenn er so im Karneval auftritt, wäre es einfach nur ein Jeck mit geilem Outfit. Heutzutage wird alles aufgespalten und alles, was zusammenbringen kann, wird torpediert mit mind fuck und fragwürdigen Narrativen. Da bekommt meine Generation seltsame Gefühle.
Hä? Was soll das sein: Indigenes Bewusstsein
Heutzutage löst ein solcher Flyer Debatten aus. Das empfinden wir in erster Linie als humorlos. Und wenn das von Menschen komnmt, die in Kreiskulturen Zerremonien abhalten und dabei nicht selten dieses Bewusstsein besingen, kommen wir ins Grübeln. Müssen wir denn alles erklären? Das indigene Bewusstsein ist etwas, was jeder von uns in sich trägt. Indigene Völker, wie hunderte indianische Stämme, leben in Symbiose mit der Natur. Sie begreifen sich als Teil der Natur und nicht als Herrscher über sie, die sie rücksichtslos ausbeuten und zerstören darf. Wenn wit diesen Krieg gegen die Natur, den die Industrie und ihre Strippenzieher seit Jahrhundeten betreibt, beenden wollen, um das Artensterben und den menschengemachten Klimawandel zu stoppen, müssen wir dieses indigene Bewusstsein wieder aktivieren. Überall experimentieren Menschen in ökoligenten Projekten eine andere Lebensweise, eine, die naturverträglich ist. Oftmals stößt man auf diesem Weg auf das beeindruckende Wissen und Können indigener Völker und werden demütig.
Wenn wir uns darin vertiefen wie Indigene ticken, dann wird nicht nur uns, sondern vielen Wissenschaftlern und Forschenden klar, dass wir von diesen vermeintlich primitiven Menschen eine Menge lernen können und sollten. Nämlich: Wie wir in Kooperation und Wohlwollen mit der Natur zusammenleben können. In diesem Sinne werden wir zu Hegern und Pflegern der Natur, der irdischen Schöpfung. das auch aus Verantwortung gegenüber eigenen Kinder, Enkeln und den sieben nachfolgenden Generationen (so denken und handeln jedenfalls Indianer). Indianer selbst haben damit kein Problem, dass wir sie Indianer nennen. Sie sehen das eher so, dass jeder Mensch auf der Welt Indianer im Herzen und in der Seele sein kann. Der Spirit macht einem zum Indianer. Demut und Dankbarkeit.
Das soll kulturelle Aneignung sein?
Das haben sich wieder jene ausgedacht, die mit ihrem Narrativ sowieso alles verdrehen, das Gute zum Schlechten machen und faschistoidea Denken als Demokratie verkaufen. Das hat uns wirklich überrascht, dass die sich so aufgeklärt gebende Jugend (Die 20-35 Jährigen), in dieser Hinsicht offensichtlich einen Bildungsmangel hat. Zusammenhänge verwischen und verschwinden. Ihnen ist nicht bewusst, scheinen nicht zu wissen, was Spirit, Rainbow, Hippie, Indianer und indigenes Bewusstsein miteinander zu tun haben? Seltsam. Trotzdem werden Rainbow-Lieder gesungen, werden Mantren um Pachamama wiederholt, besingen sie jenes indigene Bewusstsein, das weiß, dass wir alle eins sind, dass alle Geschöpfe Geschwister sind und Kinder der Mutter Erde. Eigentlich simpel. In dieser Zeit der Zersplitterung und Zerstörung menschlicher Beziehungen nicht. Der Ungeist ist mächtig am wüten. Dass es so schlimm ist, müssen wir auf unseren Missionen immer wieder entdecken. Aufgeben und kapitulieren können wir aber auch nicht.
Wenn wir Erdenbürger wirklich lernen wollen, wie wir als Menschheit mit der Natur friedlich in Koexistenz leben können, sollten und unbedingt müssen, ohne dabei in die Höhlen unserer Ahnen krabbeln zu müssen, dann sollten wir den Indianern zuhören. Sie bewahren das Wissen, wie sich Menschen in Stamm, Clan, Tribe, Gemeinschaft, Partnerschaft oder Projekt verhalten, um gemeinsam Überleben und Fortbestehen zu sichern, um Frieden untereinander zu garantieren, um ihren Lebensraum zu erhalten.
Wir jedenfalls haben viel darüber gelesen. Haben Indianern in Büchern zugehört und waren oftmals beschämt wie weit wir alle von der Essenz entfernt sind. Anders gesagt: Es beeindruckt zutiefst, wie deren Spirit oder Bewusstsein in jeder Sekunde ihres Dasein diese Verbindung zur Schöpfung hat. Bei allem was sie tun, sagen und nicht sagen. Ihre Lebensregeln und Regeln des Zusammenlebens sind maßgeblich. Sie sind sogar in die amerikanische Verfassung eingeflossen. Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnungen. Kulturelle Aneignung? Wenn wir alle selben Ursprungs sind, rein genetisch, wie kann es dann so etwas überhaupt geben?
Für uns Jamilesen ist das alles sonnenklar. Aber die nachfolgenden Generationen wissen vieles nicht mehr, was für uns normal ist. Gerade in Bezug darauf, wie wir uns im Umgang und Zusammenleben miteinander verhalten sollten. da besteht offenbar ein tiefer Graben zwischen den generationen, was ein Zusammenwirken erheblich erschwert. man redet dann eigentlich nur noch aneinander vorbei. Wir wollen jedoch Brücken bauen. Das kann aber nur gelingen, wenn Menschen die Fähigkeit entwickeln, sich, ihr Reden und Verhalten, selbst reflektieren können. Das ist der Anfang wahrhaftiger Spiritualität. Der zweite Schritt ist, sich zu befähigen, in die Mokassins seines Gegenübers zu schlüpfen. Das nennt man Empathie. Für uns die Grundlage allen Zusammenwirkens. Ohne diese Nährstoffe kann nichts Gutes wachsen.
Wir ziehen uns aus dem Event zurück!
Nein! Doch nicht. So weit waren wir schon. Denn wir haben von vorne herein gesagt: Wir (der Lebenskreis Jamilanda) versuchen es und experimentieren, was an diesem Platz in Landau geht. Können wir Menschen dort über den Tanz zusammenbringen, die den spirituellen Weg wirklich gehen wollen, mit allem, was dazugehört. Die bereit sind, Verantwortung für den Wandel der menschlichen Lebensweise zu übernehmen. Begreifen und erfassen junge Menschen, um was es gehtl? Kakao Zeremonien (übrigens auch kulturelle Aneignung. Glaube nicht, dass Germanen Kakao getrunken haben. Mir nicht bekannt.) implizieren, dass Menschen einen solchen Weg einschlagen wollen. Ob die Gemeinschaft in Landau bereit ist, mit uns diesen Weg zu gehen? Oder sind sie noch nicht so weit? Oder wollen sie das gar nicht wirklich? Alles nur so zum Zeitvertreib, um mit Menschen zusammenzukommen und nicht gänzlich zu vereinsamen in seiner Blase? Alles nur Performance? Der Lebenskreis Jamilanda jedenfalls möchte Wahrhaftigkeit finden. Ohne Kompromisse, denn die führen zu neuen Konflikten und Verschleierungen, zu Unfrieden und subtiler Gewalt.
Wir wollen den Fokus halten. Alles andere macht dann doch zu wenig Freude. Dieser Flyer hat auf jeden Fall bewirkt, dass sich grundsätzlich darüber Gedanken gemacht wird. Wir zwingen niemanden etwas auf, sind überzeugt, dass dieser Weg des indigenen Bewusstsseins, der einzig gangbare ist, um den ökologischen Super-GAU abzuwenden. Mit dem Tribe-Dance wollen wir Menschen mit erwachtem indigenen Bewusstsein verbinden und mit ihnen gemeinsam feiern. Unsere Energien mit Tanz in Bewegung bringen, Mit Musik zu einem gemeinsamen Klang finden.


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